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SaMoba PC-Interface

Der erste PC

Als Grundausrüstung musste nun natürlich ein PC angeschafft werden, damals echtes Neuland, ich hatte sowas noch nie gemacht.
Im Jahre 1987 hab ich dann endlich zugeschlagen.
Damals gab es noch kein Windows Betriebssystem, sondern nur das bekannte DOS.

....und dies war er, ich war ganz stolz, ein Schneider/Astrad PC 1640 20hd mit einem EGA Bildschirm, also was Buntes, damals noch nicht selbstverständlich und dementsprechend teuer, und mit einer 20 MB Festplatte.

s schneiderbuch  s schneiderpc
 
Das gute Stück steht heute ausrangiert auf dem Dachboden, es funktioniert aber noch. Die Eigenschaften dieses PCs liest man heute mit leichtem Schmunzeln:
            Prozessor (CPU) : Intel 8086                                             <<<< 8-Bit CPU
            Taktfrequenz (CPU) : 8 MHz
            Register (CPU) : 16 Bit
            Arbeitsspeicher (RAM) : 512 KB, max. 640 KB                       <<<<<<< 
            ROM : 40 KB
            Betriebssystem : MS-DOS 3.2, GEM (grafische Benutzeroberfläche, Windows-like)
            Schnittstelle : Centronics, RS232C, Maus, Joystick, 4 x ISA
            Laufwerke : 1 Floppylaufwerk, 1 20MB Festplatte
            Festplatte: 20 MB                                                           <<<<<<<< !! schmunzel, schmunzel

aber damals war die Maschine top....und sie tat bis 1997 treu ihre Dienste.

Ich habe noch heute als liebe Stücke meine ersten Disketten von damals, natürlich 5,25″ und richtig floppy.
Ob sie wohl nach 24 Jahren noch ihre Bits an der richtigen Stelle haben, ich müßte das Floppylaufwerk mal anschließen und dann mal mit AUTOEXEC.BAT und CONFIG.SYS mit einem Text-Menü booten.
Schneider Amstrad PC  Schneider Amstrad PC
Links: die System Floppy-Disks mit dem "Betriebssystem MS-DOS" und eine grafische Benutzeroberfläche GEM (die ich aber nie benutzt hatte). Das war alles, was an Programmen mit dem PC geliefert wurde..... hier ein Wiki über GEM
Rechts: das erste Platinen-Layout Programm, TinyRouter, das ich mir gekauft hatte und mit dem ich damals fast alle meine Platinen hergestellt hatte, natürlich auf DOS Basis und noch keine Grafikunterstützung sondern alles mit ASCII-Zeichen.



Die weiteren PCs

1997 kaufte ich mir dann den 2. PC, einen PentiumII  Aptiva von IBM, mit Windows 95, später installierte ich den Nachfolger, Windows 98SE.
Der PC hatte, wie damals üblich, noch ISA Steckplätze, die ich benötigte und auch mein Konzept mit dem memory-mapped-IO wurde noch voll unterstützt.
aptiva2  aptiva1  aptiva4  aptiva3

Heute habe ich einen Pentium 4 PC mit einem modernen Motherboard, das Windows Vista/7 aber auch noch Windows98 unterstützt. Er hat zusätzlich auf dem Board neben seinen PCI Slots noch 3 ISA Steckplätze, einen davon benötige ich für meine SaMoBa Steuerung.
Diese Maschine boote ich im Dual-Boot und lade dann entweder Win98 (für Moba) oder Win7 (ohne MoBa)..

neu1  neu4 neu2  neu3

Das PC-Modellbahn Interface, der CMA von B+B

Das Interface zwischen Modellbahn und PC:

Berg & Broman

Die Firma B+B hatte damals ein beispielhaftes Dokumentationssystem in Form von s.g. Anwendungs-Handbüchern.
Es gab 6 Hefte AH1 bis AH6. In ihnen wurden die Welt der Modellbahnelektronik für jeden anschaulich erklärt und mit Bildern illustriert. Das war im Jahre 1986, als es noch keine Programme wie Word gab mit ihren heute so geschätzten Grafikmöglichkeiten.
Ich bestellte mir bei der Firma 2 von diesen etwa 20 seitigen Heften, und beim Lesen war ich sogleich überzeugt: bei der Firma bist du gut aufgehoben. Schnell hatte ich dann telefonischen Kontakt und es gab stundenlange Plauderstündchen mit dem Firmenchef Herrn Broman, ein echter Pionier der Modellbahnelektronik aus der vordigitalen Zeitrechnung.
Leider gibt es die Firma heute nicht mehr, es hat sich wohl kein Nachfolger für den Seniorchef gefunden.

Handbuch von Berg & Broman   Handbuch von Berg & Broman
Da fand ich was ich suchte, alles wunderbar erläutert.... und ich verstand es.
CMA Handbuch von Berg & Broman
 
CMA Handbuch von Berg & Broman
Quelle: Berg & Broman Handbuch AH5

Ich hatte mir dann die wichtigsten CMA-Bausätze gekauft, und los ging es.
Ein Minimal-System hat 4 Karten:
  1. Die PC-Interface Karte, genannt CMA, die dem System den Namen gab ....  CMA = Computer Modellbahn Adapter; sie benötigt einen ISA-Steckplatz im PC
  2. eine Ausgabe-Karte, genannt CAK (CMA Ausgabe Karte)
  3. eine Eingabe-Karte, genannt CEK (CMA Eingabe Karte)
  4. eine Backplane Karte, genannt MBK (Modellbahn Bus Karte), die an der CMA-Karte hängt und auf die die CAK und CEK Karten gesteckt werden

Damit hatte ich nun ein System beieinander, mit dem ich starten konnte - einen PC mit Interface zu meinen noch zu erstellenden eigenen SaMoBa Steuerungsmodulen.

Die SaMoBa Hardware siehst du -->> dort

Das modernere C/MRI System von B. Chubb/USA

Herr Broman, Seniorchef der Firma Berg+Broman, informierte mich damals in unseren zahlreichen Gesprächen darüber, dass sein CMA-System konzeptionell auf der damals aktuellen Version des Systems C/MRI (computer/ model railroad interface) von Bruce Chubb basierte. Bruce hatte damals gerade einen Bestseller unter den Modellbahnelektronikern geschrieben, mit dem Titel:  Build your own universal Computer Interface.

chubb

Erschienen 1987 im McGraw Hill Verlag.
Das Buch gibt es heute nur noch als Antiquität.

Herr Broman hatte die Platinen für den deutschen Markt angepasst, sodass man die benötigten Bauteile in Deutschland beschaffen konnte und hatte eine deutsche Beschreibung und Bauanleitung in Form seiner bekannten Anwender-Handbücher erstellt.

Bruce Chubbs C/MRI System wurde in den USA weiterentwickelt und es gibt heute in den USA eine aktive Gemeinde von Usern dieses Systems.

Das System wurde so abgeändert, dass es über eine RSS-COM und heute eine USB-Schnittstelle und eine externe Schnittstellenkarte (keine PC-Steckkarte!) an den PC geschaltet wird; das System arbeitet heute notgedrungen  - kein moderner PC hat noch eine Parallel I/O Schnittstelle -  seriell und ist damit langsamer als das ursprüngliche parallele System, wie meines noch eines ist. Allerdings wird dieser Nachteil heute durch die hohen Taktraten der neuen PCs mehr als wett gemacht.