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KurzChronik

Büsum wurde 1140 zum ersten Mal vom Bremen-Hamburger Bischof Adalbero von Bremen erwähnt.
In seiner Aufzählung von Kirchspielen schrieb er von Bisvne. Der Name entwickelte sich im Laufe der Zeit von Büsen, Busen über Butzen zum heutigen Büsum.
Ursprünglich war Büsum eine Insel. Sturmfluten trugen sie während der Jahrhunderte im Süden ab. Im Norden vergrößerte sich die Insel hingegen durch Landzuwachs.
Im Jahre 1585 wurde die Insel Büsum erstmalig durch einen Damm, der von Österdeichstrich nach Reinsbüttel als Wardamm gebaut wurde, dem Festland angeschlossen. Der endgültige Anschluss an das Festland erfolgte in der Zeit danach bis 1609, dem Bau des Wardammkoogs. Büsum wurde damit eine Halbinsel.

Buesum hafen 1  busen karte

Karten

1885
1885
1931
1931
1953
1953

Kurzchronik Büsum-Hafen

vor 1900
Büsum ist ein kleiner Sielhafen mit wenigen unmotorisierten Segelkuttern
Bahr-2
1891 das erste Hotel am Hafen entsteht - Hotel Bellevue, am Platz der heutigen Nordseehalle
1890 Bellevue 1
1895 der Regattaverein wird gegründet
1900
der erste Kutter wird motorisiert

1901
ein Leuchtturm mit Windkraft wird aufgestellt, aber nicht genutzt

1902 die erste kleine Werft mit einer Helling archBues-x9
1903 erste Krabbenkonservenfabrik von C. Siegfried
1904 der erste Kutter wird auf der kleinen Bootswerft gebaut
1905 - 06 1. Hafenausbau
Dreiecksplatz und Holzmolen als Schutz des Sielhafens
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1908 der Leuchtturm mit Windrad wird verkauft,
Fischer fordern einen neuen Leuchtturm und Leuchtonnen im Fahrwasser
1909 Krabben werden auf Eis nach Hamburg mit der Bahn transportiert
1911 die Rettungsboote in Büsum und Friedrichskoog sollen Motoren erhalten archBues-gruner
1912 einige Kutter fangen Feuer durch Motorbrände,
das erste Motorrettungsboot in Büsum
1913 der neue Leuchtturm - wie wir ihn heute kennen - ist fertig, er ist noch nicht rot/weiß sondern schwarz
1912 - 16 1. Hafenausbau
neue Liegeplätze entlang des Ostdeiches, die Holzmolen werden verstärkt
WHundt 3
1917 neue Kutterkennungen: bisher SH xxx, jetzt BÜS xxx,
erste Versuche der Hochseefischerei mit einem Dampfer,
Büsum erhält einen Fischereimeister
1922 - 26 2. Hafenausbau:
die Schutz-Insel mit Hafenbecken II mit Steinmolen
1938 Luftbild
1926 die Bootswerft zieht vom alten Hafen auf die Hafeninsel um archBues-x3
1927 der Expeditionskutter "Feuerland" von Gunther Plüschow wird gebaut und fährt nach Feuerland Feuerland
1930 ... der Lebendschollenfang beginnt
1934 die Flotte hat 116 Kutter
1936 der Schiffbauer Sielaff aus Hamburg übernimmt die Bootswerft und baut sie weiter aus
1939 - 41 3. Hafenausbau: Seeschleuse und Eindeichung
archbues-14
Kriegszeit einige Büsumer Kutter werden zum Kriegseinsatz eingezogen;
der K.F.K. Kuttertyp entsteht;
die Kutterbesatzungen sind im Kriegseinsatz; Altfischer stellen sich zur Verfügung
Familie-Dreessen-03-1941
1950 die Flotte hat ihren größten Bestand: 139 Kutter
1950 die Werft beginnt mit dem Bau von Küstenmotorschiffen (etwa 300 BRT, genieteter Stahlschiffbau)
udo-werft2schiffe
1952 - 57 3. Hafenausbau:
eingeschränkter Ausbau des Innenhafens,
das neue Hafenbecken III entsteht

1963 werft
1956 die Firma Stöfen baut das erste Silo am Hafenbecken III
1956 das Bäderschiff "Atlantis" beginnt mit dem Verkehr nach Helgoland AKK-11 atlantis1
1957 die Werft zieht um ans Ende vom neuen Hafenbecken III archbues-6
1959 der Ausbau der Löschkaje am Hafenbecken III ist fertig archBues-x30
1962 Sturmflut mit großen Deichschäden, Deicherneuerung am Hauptstrand
Sturmschaeden 1 2
1963 Die Ära der Sielaff-Werft endet;
  • die Werft wird von der Schlichting-Werft der Hermstorf-Gruppe übernommen
  • es werden keine Kümos mehr, sondern Spezialschiffe gebaut,
archBues-x12a Hermstorf alte Helling
1974 Werftausbau und neue Helling;
  • es werden keine Slipwagen mehr benutzt,
  • die verkürzte Slipanlage wird nur noch für Reparaturen kleinerer Schiffe genutzt,
archBues-x12d1977 luftbild
1980-82 Bau der neuen Seeschleuse archbues-10
1982 die neue Schleuse erlaubt es nun endlich größere Schiffe zu bauen;
  • die Werft verlängert die Helling von 1974;
  • die Slipanlage wird abgebaut und
  • dafür wird für Reparaturen großer Schiffe ein Schwimmdock installiert;
1982 schwimmdock - amtarchiv 3
1982-86 die Werft baut nun größere Spezialschiffe;
vor der Werft "drängeln" große Schiffe;
Udo-Werft-3 filtered
1986 die Werft wird geschlossen
.... Fortsetzung folgt

Regattazeitung

Seit es in Büsum Fischkutter gibt, wird jährlich die Regatta als Traditionsveranstaltung duchgeführt.

Familie-Dreessen-14   Familie-Dreessen-16  regattazeitung 36

Udo-Regatta 1938

regattazeitung 86   regattazeitung 86 - 2   regattazeitung 1987

Die Büsumer Werft(en)

Die Entwicklung der Büsumer Werften ist ein Spiegelbild der Entwicklung des Hafengebiets.

1902, die erste Werft war eine kleine Bootswerft im Alten Hafen (heute Museumshafen). Die Helling lag in der Stelle des heutigen Tonnenhofs neben dem Leuchtturm
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1927 zog die Bootswerft auf die neue Insel. Sie hatte mehrere Besitzer, bis der Hamburger Bootsbauer Sielaff 1936 die Werft übernahm.
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1950 begann Sielaff mit dem Bau von größeren Küstenmotorschiffen.
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1957 zog die Sielaff-Werft auf ein neues Gelände am Kopf des neuen Hafenbeckens III .
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Die Hermstorf-Werft von 1963 - 74:
Die Helling blieb zunächst unverändert, es wurden einige kleine Werkhallen vergrößert und Kräne aufgestellt.
archBues-x12a Hermstorf alte Helling

Die Hermstorf-Werft ab 1974 ohne Schwimmdock

1974 wurde vor der großen Werkhalle eine neue Helling gebaut. Neubauten wurden zum Stapellauf nicht mehr auf Slipwagen gestellt und kontrolliert zu Wasser gelassen, sondern nur auf einer Schräge rutschend über die Kaimauer "gekippt", quasi ins Wasser geworfen.
Die alte Helling mit den Slipwagen wurde dabei verkürzt. 
archBues-x12c Hermstorf neue Helling 1974  archBues-x12d1977 luftbild

Die Hermstorf-Werft ab 1982
Wegen der neuen größeren Büsumer Seeschleuse konnten nun endlich größere Schiffe gebaut werden.
Dafür wurde die alte Helling mit den Slipwagen abgebaut und die Helling von 1974 wird maximal verlängert.
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Die Hermstorf-Werft ab 1983 mit Schwimmdock
An der Helling änderte sich nichts, es wurde nur zusätzlich ein Schwimmdock für Reparaturen eingeschwommen. Das Werksgelände wird am Kai verlängert, nun können zwei Schiffe an der Ausrüstungskaje liegen.
archBues-x12e 1985   archBues-x12f 008

1986 schließt die Werft.


   
Heute findet man in Büsum noch zwei Betriebe für Schiffsreparaturen, Neubauten entstehen nicht mehr.
Die Bootswerft von Reimer Landberg mit einer Slipanlage und daneben die Fa. Mascheider mit einer Hub-Slipanlage.
Beide Betriebe liegen am Kopfende vom Hafenbecken II.
Landberg Werft
Landberg Werft
Mascheider Werft
Mascheider Werft

Silo Stöfen

Das höchste Gebäude am Büsumer Hafen ist die Silo-Anlage der Firma Stöfen.
Die Datierung von Hafenfotos erleichtert es, wenn man weiß, wann welche Ausbaustufe der Silo-Anlage entstanden war. Dazu steht unter den Bildern eine Jahreszahl, wann diese Konfiguration fotografiert wurde.
  • silo 1957
  • silo 1959
  • silo 1964
  • silo 1970
  • silo 1975
  • silo 1975-2
  • silo 1980
  • MS Halland Stade 21 9 15 2 1

Rettungsboote in Büsum

13919-medium
In Büsum stationierte Rettungsboote (Quelle hier)
1886 Auf der Station liegt das Segelrettungsboot BÜSUM,
das wie eine Helgoländer Schellfisch-Schaluppe erbaut wurde. Es ist das älteste Segelrettungsboot der DGzRS. Das Boot liegt stets auslaufbereit im Hafen.
1883 Ein neues Segel- und Ruderrettungsboot, ebenfalls mit Namen BÜSUM, kommt auf die Station.
Gebaut wurde es auf der Schweers-Werft in Bardenfleth. Es handelt sich bereits um ein ganz gedecktes Boot mit vier Kojen und Pantry sowie für damalige Verhältnisse umfangreicher Ausrüstung.
1911 Das mit 35 PS motorisierte Segelrettungsboot „THEODOR GRUNER“ kommt nach Büsum.
archBues-gruner
1928
Die „THEODOR GRUNER“ wird auf einer Werft in Blumenthal umgebaut und verbessert.

1938
Das als Reserveboot in Wremertief stationierte Motorrettungsboot „CARL LAEISZ I“ kommt nach gründlicher Überholung zur Station Büsum.
1942
Als neues Boot (von der Luftwaffe gebaut) kommt die
CARL LAEISZ II“ zur Station Büsum.
laeisz II mit wz
Zustand vor dem
Umbau -
später wurde der
Turm draufgebaut
1958
Büsum und Friedrichskoog bilden zusammen die Station Dithmarschen.
Das Motorrettungsboot HINDENBURG, das auf Seeposition liegt, nutzt beide Häfen als Versorgungspunkte.
hindenburg
1960
Das Motorrettungsboot „RICKMER BOCK“ kommt zur Station. Die „HINDENBURG“ wird verlegt nach List/Sylt.
Rickmer-Bock fuer HP
1981
Die „RICKMER BOCK“ wird vom neuen Seenotkreuzer "FRITZ BEHRENS" abgelöst.
fritz-behrens
1996
Vorübergehend kommt der Seenotkreuzer HANS LÜKEN nach Büsum. Am 11. Oktober wird der neue Seenotkreuzer HANS HACKMACK in Bremen-Vegesack getauft und im Dezember in Büsum stationiert.
HansHackmack
2011
Im Januar kommt die THEODOR STORM (ehem. SK 33) nach Büsum
theodor storm