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Wesselburen

Auf dieser Seite möchte ich den Bhf Wesselburen - auf halber Strecke zwischen Heide und Büsum gelegen - und die ehemalige Schmalspurbahn der Zuckerfabrik in Wesselburen vorstellen.

Ich recherchiere noch und sammle auf dieser Seite.

Bahnhof

Bilder die ich vom Hebbel-Museum erhalten habe:
Bahnhof Wesselburen1  Bahnhof Wesselburen2  

Bahnhof Wesselburen3
1901

Die Zucherfabrik war über ein Anschlußgleis angeschlossen an den Bahnhof
karte1  
nach links: die Strecke nach Büsum    
nach rechts: Strecke nach Heide

wesselburen 84 - von rainer zuckerfabrik
Der Gleisplan von 1984 (links nach Heide, rechts nach Büsum) läßt noch den Bahnanschluß erahnen:
die beiden "Privatgleisanschlüsse" führten früher sicherlich bis zur Zuckerfabrik.

1990er Jahre

Das Hauptgebäude des EG ist abgerissen, alle Nebengleise und Weichen sind abgebaut, es liegt nur noch das eine Durchfahrgleis.
Nur der Güterschuppen konnte vor der Spitzhacke gerettet werden.

Diese Bilder erhielt ich von Jörn Schramm, vielen Dank dafür:
1995-07-08a T835 928204 RB 5195 Wesselburen 1024x707  1996-08-20c T941 628686 Wesselburen 1024x707

Zuckerfabrik mit Schmalspurbahn

Quelle: Historisches Forum
21.7.1884 Konzessionserteilung der Königlichen Regierung zu Schleswig zur Anlage eines Schmalspurnetzes auf öffentlichen Chausseen zur Bedienung der Zuckerfabrik Wesselburen.
Ausführung der Strecken durch Obervollmacht Claus Peters (1832-1902) aus Jarrenwisch, der selbst als Bahnunternehmer tätig wurde, das 750 mm-spurige Streckennetz wie aufgelistet in Betrieb nahm, Fahrzeuge beschaffte und die Zufuhr der Rüben im Auftrag der Zuckerfabrik erledigte.

Bekannte Loks (750 mm)
Bn2t SLM 390/1884
Bn2t SLM 392/1884
Cn2t Krauss 2478/1891

Dazu kamen bis zu 130 Wagen, das Netz war ca. 32 km lang. Die Bahn hatte keinen öffentlichen Verkehr.

Die Bahn wurde 1890 in eine Aktiengesellschaft, die Wesselburener Spurbahn AG umfirmiert, die wiederum 1894 von der Zuckerfabrik übernommen wurde. Nach Stillegung der Zuckerfabrik zum Ende der Kampagne 1907/08 verlor auch die Bahn ihre Daseinsberechtigung und wurde zum 1.4.1908 stillgelegt. 

Streckennetz:
Die Gleise waren im oder neben dem öffenlichen Wegenetz verlegt.
  • Lokbetriebene 750 mm Spur:
        WerkWesselburen - Wesselburenerkoog
        WerkWesselburen - Hedwigenkoog
        WerkWesselburen - Wulfenhusen
        WerkWesselburen - Schülp
  • eine weitere 2 km Strecke (600 mm Spur) gab es in Österdeichstrich 
        vom Gut Osterhof zum Bahnhof Osterhof als reine Pferdebahn (s. hier auf meiner Seite)
        Zulieferung nach WerkWesselburen dann mit Regelbahn Osterhof - Wesselburen/Werkanschluß

Bilder die ich vom Hebbel-Museum erhalten habe:
Zuckerfabrik2  Zuckerfabrik1
Um 1885
Die zu verarbeitenden Rüben stammten von etwa 1.100 ha Anbaufläche, die der Fabrik gehörten oder von ihr gepachtet wurden. Es gab auch Zuliefererverträge mit Bauern der näheren Umgebung.

Die Gleise der Schmalspurbahn im Ortsgebiet:
Spurbahn1  Spurbahn2
In der Bahnhofstraße                                             In der Chausseestraße (heute Dohrnstraße)

Literatur

Rüdiger Möller:„Und mancher Slawe machte sich im Kirchspiel sesshaft.”Die Arbeiterschaft der Zuckerfabrik „Charles de Vos” in Wesselburen
http://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_13/Demokratische_Geschichte_Band_13_Essay_5.pdf





aus Wiki http://wikimapia.org/1901600/de/
Das mit einer Backsteinfassade verzierte Fabrikgebäude aus dem Jahre 1865 wurde erbaut von dem Belgier Charles de Vos (1810-1889), der - neben seiner Zuckerfabrik in Itzehoe - in Wesselburen die erste in Schleswig-Holstein ansässige Zuckerrübenfabrik betrieb. Charles de Vos führte den Titel eines Geheimen Kommerzienrates und wurde 1888 durch Kaiser Friedrich III. (Vater des späteren Kaisers Wilhelm II.) geadelt.

Von 1878 bis 1909 war der Ökonomierat Bernhard Schröder neuer Besitzer der Zuckerfabrik und des angrenzenden Herrenhauses. Mit dem 1. Weltkrieg im Jahre 1909 endet die erfolgreiche Unternehmensgeschichte.

Die Fabrik in Wesselburen wurde verkauft und in den darauffolgenden Jahren - mit dem aufstrebenen Kohlanbau im Kreis Dithmarschen - zur Kohlfabrik umfunktioniert. Zuletzt in der Zeit von 1948 bis 1995 wurden von der Familie Philipp Sauerkraut, Gemüse und andere Feinkostprodukte hergestellt und weltweit vertrieben.

Heute befindet sich im historischen Zentralgebäude der alten Fabrik u.a. das "Kohlosseum" (Kohl-Museum), die Krautwerkstatt von "Krautmeister" Hubert Nickels.





1.4.1881: Liquidierung der Wesselburen-Heider Eisenbahn
http://www.forgottenbooks.com/download_pdf/Geschichte_und_Geographie_der_Deutschen_Eisenbahnen_von_Ihrer_1100048388.pdf
Seite 515